1971 stand das letzte grosse Restyling des klassischen Mustangs an. Nach der Devise „bigger is better“ suchte man das Heil in einem noch grösseren und luxuriöseren Auto. Erneut fielen alle Modelle länger, breiter und schwerer aus. Der Boss 302 und der Boss 429 wurden durch den Boss 351 ersetzt. Ein aufwändigeres Fahrwerk und eine neu konstruierte Lenkung verhalfen dem Mustang zu einem präziseren Fahrverhalten. Erstmals waren elektrische Fensterheber erhältlich. Der Trend zum Luxuswagen war unverkennbar: Nie zuvor wurden so viele Servobremsen, Servolenkungen und Klimaanlagen verkauft. Das Cabrio erhielt standartmässig ein elektrisches Dach. Leider war auf den Strassen ein richtiger Krieg entbrannt. Die PS-Kämpfe der Autofabriken hatten einen Höhepunkt erreicht. Zahlreiche Horrorunfälle waren auf übermotorisierte sportliche Wagen zurückzuführen. Frustrierte Vietnam-Rückkehrer mit viel Sold in der Tasche kauften sich die topmotorisierten Modelle und fochten ihren Kampf auf der Strasse weiter. Die Versicherungen liefen Sturm gegen die Muscle-Cars und deren Besitzer hatten wahnwitzige Prämien zu berappen. Gegen Ende des Jahres wurde deshalb der letzte BigBlock sowie der Boss 351 wegen mangelnder Nachfrage aus dem Programm gestrichen. Im Dezember 1970 war auch Schluss im Werk Metuchen: Die Kapazitäten wurden für den kompakten Pinto gebraucht. –>mehr
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Für den ‘72er Jahrgang wurden kaum Änderungen vorgenommen. Die Wagen sind äusserlich fast nicht von ihren Vorgängern zu unterscheiden. Verschärfte Abgasgesetze und Benzin mit niedrigerer Oktanzahl zwangen die Firmen, die Verdichtung und somit die Leistung der Motoren zurückzunehmen. Der Trend zum gut ausgestatteten Luxusmustang hielt an. Um die Verkäufe anzukurbeln, präsentierte man Mitte Jahr den Mustang „Sprint“: Mit einem speziellen Dekor im Patriotendesign in den amerikanischen Flaggenfarben wollte man die Käufer in die Showrooms locken. Aber es half alles nichts. Sicherheit und Komfort standen höher in der Käufergunst als PS- Zahlen und „rasante“ Lackierungen. Dies führte auch dazu, dass die Verkaufszahlen des Cabrios auf ein tiefes Niveau absackten: ganze 6401 offene Mustangs wurden in diesem Jahr noch an den Mann gebracht. Die Gesamtverkäufe sanken von 149’678 in 1971 auf nur noch 125’093 in 1972. ->mehr
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Für das letzte Modelljahr des Mustangs der 1. Generation wurden keine grossen Anstrengungen mehr unternommen. Längst arbeitete man mit Hochdruck an seinem Nachfolger, dem Mustang II. Immerhin spendierte man dem 73er Jahrgang noch einen neuen Kühlergrill mit eckig eingefassten Lampen statt der runden des Vorgängers. Die vordere Stossstange war jetzt standartmässig aus einem Polyurethanwerkstoff gefertigt, der zuvor nur auf Wunsch erhältlich war. Dies um die verschärften Gesetze über das Crashverhalten einzuhalten. Die Autos sollten einen Rempler bei kleiner Geschwindigkeit schadlos überstehen. Am Heck erkennt man erst auf den zweiten Blick die geänderte Stossstangenaufnahme, die etwas mehr vom Auto absteht. Erstmals war auch eine Alufelge ab Werk erhältlich, die die beliebte Stahlsportfelge ablöste. Weil Ford ankündigte, dass dies das letzte Jahr für das Cabrio sein würde, konnten die Verkäufe nochmals fast verdoppelt werden. 11’853 der total 135’267 verkauften Mustangs liefen mit Stoffdach vom Band. Im Juni 1973 wurde der letzte „klassische“ Mustang gebaut. Danach wurde die Fabrik in Dearborn für die Produktion des Mustang II umgerüstet, der genau richtig zur heraufziehenden ersten Ölkrise kam. ->mehr
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